Meconomisten der Welt vereinigt Euch!

Fragt man Kinder, was sie spr einmal werden wollen, sagen sie selten: Sachbearbeiter in einem Versicherungsunternehmen, Optimierer von Google-Rankings oder Senior Account Manager. Kinder haben konkrete, handfeste Vorstellungen von Arbeit. Der sprichwiche Feuerwehrmann oder Lokomotivfmag heute nicht mehr an erster Stelle infantiler Jobw stehen, vielleicht aber doch noch Arzt, Ladenbesitzer oder Geheimagent. Dafpleren, solche Tre als Erwachsener in jedem Fall umzusetzen, w naiv, sogar fahrlig. Diese Vorstellungen als irrelevant abzutun, hie aber, einen wichtigen Aspekt dessen auszublenden, was uns menschlich macht, so der Autor Alain de Botton: die Fgkeit, uns selbst in fiktive, idealisierte Kontexte hineinzublenden. Uns vorzustellen, was w, wenn. Nur so entstehen Pl, Visionen, nur so entsteht Neues.

Der Deutsche und die Selbststigkeit

Traditionell gelten die Deutschen als risikoscheu. Doch inzwischen gen immer mehr von ihnen, ihr eigener Chef zu werden. Eine TNS-Emnid-Umfrage aus dem Jahr 2008 zeigt: Trotz vieler Vorbehalte ist ft von zehn Bundesb die Selbststigkeit attraktiv. Sie schen daran vor allem die Mchkeit, eigene Ideen umzusetzen, selbstbestimmt und von zu Hause aus zu arbeiten. Ausgerechnet im Krisenjahr 2009 sind im deutschen Mittelstand mehr Unternehmen entstanden, als aufgegeben werden mussten.
In einer Wirtschaftskrise sinkt das Risiko der Selbststigkeit sogar relativ, schreibt die Wirtschaftswoche: %u201CManche sicher geglaubte Anstellung ist es de facto nicht.%u201D Die Krise als Chance zu betrachten, rauch Jens-Uwe Meyer, Autor des Buches %u201CDas Edison-Prinzip%u201D: %u201CWenn Sie das Leben erfolgreicher Kreativer untersuchen, werden Sie feststellen: Die meisten von ihnen haben in Krisen nur das Positive gesehen.%u201D Als Edisons Labor in Flammen stand und die Arbeit von Jahren vernichtet war, sagte er trocken: %u201CEndlich sind wir den alten Krempel los.%u201D Dennoch gilt bei uns in der Regel: Ein Deutscher, der behauptet, Unternehmertum sei endlich %u201Ccool%u201D geworden, wird unter dem begrn Verdacht stehen, Wahlwerbung f Jungen Liberalen zu machen %u2013 und das noch eher ungeschickt. Es muss also die in allen politischen Lagern gelesene britische Wirtschaftszeitung The Economist kommen, um diese These glaubwzu vertreten. %u201CEntrepreneurialism has become cool%u201D, schrieben die Engler kh %u2013 wohlgemerkt wiederum mitten in der Krise.

%u201CMeconomy%u201D %u2013 die Leidenschaft zum Beruf machen

Victor Hugo wird darin das Bonmot zugeschrieben, man k sich einer einmarschierenden Armee entgegenstellen, aber nicht einer Idee, deren Zeit gekommen ist. %u201CDiese Idee%u201D, so der Economist triumphierend, %u201Cist heute das Unternehmertum.%u201D Der Erfolg dieses neuen Greistes sei getrieben von einem grundlegenden technologischen Wandel. Drei Erfindungen demokratisieren die Welt der Selbststigen in atemberaubender Geschwindigkeit: der Computer, das Mobiltelefon und das Internet. %u201CKleinunternehmer kn ihre Computer oder Laptops benutzen, um Zugang zu hochkomplexen Dienstleistungen zu erhalten %u2013 ob sie in ihrem Btzen oder in einem Hotel am anderen Ende der Welt%u201D, schreibt der Economist. In der Tat ist dies ein historisch einmaliger Sachverhalt, f ich in meinem neuen Buch den Begriff %u201CMeconomy%u201D pr. In ihr kn wir so einfach wie nie unsere Leidenschaften zum Beruf machen, uns selbst verwirklichen und dabei unserer kindlichen Idealvorstellung von Arbeit verbl nah kommen.

Für den Ausgang des Menschen aus der selbstverschuldeten Opferrolle! Oder auf bayrisch: "Ah bissl wos geht allaweil"